Die Neugierde nicht verlieren: Lebenslanges Lernen ist ihr Motto

Daniela Richner ist seit über 30 Jahren im Service-Bereich tätig. Sie will die Freude am Beruf weitergeben und nutzt jede Gelegenheit zur Weiterbildung.

Daniela Richner arbeitet gerne mit Lernenden und gibt ihr Wissen weiter. (ZVG)

Die Liste der Weiterbildungen und Kurse, die Daniela Richner absolviert hat, ist lang. Sie ist Ausbildnerin, Leiterin Restauration, hat zahlreiche Kurse und Workshops besucht: darunter Wein- und Barkurse oder Praxiskurse zum Thema Tranchieren und Flambieren. Viel mitnehmen konnte sie auch aus dem Kurs «Gesundheitsfördernder Umgang mit Lernenden» der Hotel & Gastro Union.

Genug hat Richner noch nicht. «Ich interessiere mich aktuell für den Kurs Chef de service von Gastro Zürich. Aber auch die Themen alkoholfreie Cocktails und Barista reizen mich», sagt sie. Und das, obwohl sie selbst nicht sehr gerne Kaffee trinkt.

Ihre berufliche Laufbahn begann 1990 in Andermatt/UR mit der zweijährigen Ausbildung zur Restaurationsfachfrau. «Ich hatte damals wahnsinniges Heimweh, obwohl es mir in der Lehre gut gefallen hat», erzählt Daniela Richner. Weil ihr Vater krank wurde, kehrte sie nach den zwei Jahren nach Hause zurück, um auf dem elterlichen Bauernhof im Luzerner Seetal auszuhelfen. In der Gastronomie arbeitete die Restaurantfachfrau in dieser Zeit lange als Aushilfe und übernahm verschiedene Saisonstellen. Die besten Erinnerungen hat sie an das Restaurant Schifflände in Birrwil/AG. Dort hat sie während drei Saisons gearbeitet.


«Der Gästekontakt und die Abwechslung machen unseren Beruf spannend.»

Daniela Richner, Ausbildnerin


In der Gastronomie traf Daniela Richner auch ihren Mann. Er arbeitete als Koch, sie half im Service aus. Als die beiden Kinder der Familie geboren wurden, wechselte er in die Care-Gastronomie. Daniela Richner war während dieser Zeit weiterhin als Aushilfe in der Restauration tätig, aber auch in der Lingerie und als Hauswartin – wie es mit den Arbeitszeiten am besten passte. Mittlerweile sind die Kinder erwachsen. Die letzten neun Jahre arbeitete sie im Gasthof Bad Schwarzenberg in Gontenschwil/AG.

Die Lernenden sind die Zukunft

Aktuell ist Daniela Richner auf der Suche nach einer neuen Stelle. «Ich würde sehr gerne wieder mit Lernenden arbeiten», sagt sie. Denn die Ausbildung liegt ihr am Herzen. «Wir können nicht mehr alles so machen wie noch zu meiner Lehrzeit.» Von ihren Kolleginnen aus der Ausbildung sei sie die Letzte, die noch im Beruf arbeite.

Dabei biete er so viele Möglichkeiten. «Gerade junge Menschen können zum Beispiel im Ausland arbeiten und andere Kulturen entdecken.» Im Alltag seien es die Gäste und die Abwechslung, die sie nach wie vor motivierten. «Ich will die Freude am Beruf gerne weitergeben, doch die Branche muss offen sein für Veränderung.» Konzepte mit Zimmerstunde gelte es zu überdenken und neue Arbeitszeitmodelle zu prüfen. «Auch die Wertschätzung für die Mitarbeitenden muss dringend steigen.» Dazu gehöre auch die Unterstützung bei der persönlichen Entwicklung zum Beispiel bei Weiterbildungen.

Mehr Zeit für die Liebsten

Wenn Daniela Richner sich nicht gerade weiterbildet, verbringt sie gerne Zeit in der Natur. Im Garten, auf dem Velo, beim Wandern oder auf den Skiern mit ihrem Göttibuben. Die Familie ist ihr sehr wichtig. «In den letzten Jahren kam dieser Aspekt leider wegen der Arbeit oft etwas zu kurz.» Für die Zukunft wünscht sie sich wieder mehr Zeit für die Familie und ihre Freunde.

(Alice Guldimann)


Mehr Informationen unter:

hotelgastrounion.ch


Coaching Pool

Daniela Richner ist Mitglied des Berufsverbands Service/ Restauration. Sie ist Teil des Coaching-Pools, wo sich Berufsleute melden können, die zum Beispiel in der Vorbereitung auf eine Prüfung oder einen Wettbewerb Unterstützung brauchen.