Walliser Wein ist ein Kulturgut, das verbindet. Unermüdlich trug Gérard-Philippe Mabillard diese Botschaft in die Welt hinaus.

Gérard-Philippe Mabillard kommuniziert mit Feingefühl. (Olivier Maire)
Nach sechzehn Jahren als Direktor des Branchenverbands der Walliser Weine BWW übergibt Gérard-Philippe Mabillard seinen Posten Ende Jahr Vincent Baud. Die neu gewonnene Freiheit wird er seiner grossen Leidenschaft, der Fotografie, widmen. Diese – und seine Kontakte zu Kulturschaffenden – nutzte er in den vergangenen Jahren in der Kommunikation. So holte er den New Yorker Künstler Billy the Artist ins Wallis. Inspiriert von der Landschaft, von Fendant und Dôle sowie weiteren Walliser Weinspezialitäten schuf er Werke, mit denen beispielsweise die Tage der offenen Weinkeller beworben werden.
«Als ich mich vor sechzehn Jahren für die Position beim BWW bewarb, wurde von mir erwartet, dass ich Menschlichkeit und Respekt wieder in den Mittelpunkt der Branche rücke», sagt Gérard-Philippe Mabillard. Seither hat sich in der Weinbranche viel verändert. Der Konsum sinkt und der Markt wird schwieriger. Dennoch ist eines geblieben: Wein begleitet gesellige Momente und weckt Emotionen. Genau das war Gérard-Philippe Mabillards Ansatz. In all seinen Projekten rückte er die Arbeit der Winzerinnen und Winzer sowie deren Weine in den Mittelpunkt. Er liess die Weine für sich selber sprechen. Solche geselligen Erlebnisse bietet neben den offenen Weinkellern vor allem die Tavolata. Diese werden in Rebbergen im ganzen Kanton erfolgreich durchgeführt. Zahlreiche andere Schweizer Weinregionen haben die Idee übernommen.
Der Marketingprofi blickt auf viele positive Begegnungen zurück, doch es gab auch bittere Pillen zu schlucken.
(Gabriel Tinguely)