Lernende haben wenig Möglichkeiten, sich mit anderen zu messen. Der Gastro-Elite-Wettbewerb bietet eine wertvolle Gelegenheit.

Für die Lernenden ist die Teilnahme am Gastro-Elite-Wettbewerb ein spezielles Erlebnis. (Michael Huwiler)
Sieben Teams aus der ganzen Schweiz und eins aus der Slowakei treten am Gastro-Elite-Wettbewerb, der vom 15. bis zum 19. April im Rahmen der Offa in St. Gallen stattfindet, gegeneinander an. Der grösste Team-Wettbewerb für Koch-Lernende in der Schweiz findet zum siebten Mal statt. Er wird von Gastro St. Gallen, der Ostschweizer Gastronomiefachschule in St. Gallen und dem Schweizer Kochverband organisiert. Der Wettbewerb dauert dieses Mal nur vier statt fünf Tage, von Mittwoch bis Samstag. Und am Sonntag führen die Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft und die Kochnationalmannschaft einen Testlauf durch.
«Gastro-Elite ist der einzige nationale Teamwettbewerb für Lernende. Die Wettbewerbsaufgabe ist stufengerecht und eine super Gelegenheit, erste Wettkampfluft zu schnuppern und sich auf ein Prüfungskochen vorzubereiten», sagt Reto Walther, Geschäftsführer des Schweizer Kochverbands. Dabei sei nicht nur Kochtalent, sondern auch gute Teamarbeit entscheidend.
«Die acht Küchenteams treten am Gastro-Elite im friedlichen Wettstreit gegeneinander an», heisst es in den Wettbewerbsbedingungen. Es haben sich elf Teams beworben, acht konnten sich qualifizieren. Ein Team besteht aus fünf Kochlernenden. Sie werden von einem Coach begleitet, der als Ansprechperson dient. Er darf das Team am Wettbewerbstag nur ausserhalb der Küche betreuen und im Notfall direkt in der Küche intervenieren.
«Um zu gewinnen, ist die Teamarbeit ein entscheidender Faktor.»
Reto Walther, Geschäftsführer Schweizer Kochverband
Die Lernenden haben die Aufgabe, ein Drei-Gang-Menü für 70 Personen mit vorgegebenen Komponenten zuzubereiten. Messebesucherinnen und -besucher haben die Gelegenheit, im Elite-Restaurant die Kreationen der Lernenden zu geniessen. Die Menüs, Getränke inklusive, werden als Mittagessen verkauft und serviert.
Da die Lernenden in einer offenen Showküche arbeiten, können die Gäste die Zubereitungsund Kochprozesse mitverfolgen. Fast alle Rezepte sind vorgegeben. Bei einzelnen Komponenten können die Kochlernenden die Zutaten aus einem Warenkorb auswählen. Das Menü sieht folgendermassen aus: Als Vorspeise sind Poulet-Empanadas mit Bärlauch, eine Spargelcremesuppe sowie ein zweifarbiger Spargelsalat vorgesehen. In der Kreation des Salates sind die Teams frei. Für das Dressing sowie ergänzende Produkte steht ein Warenkorb zur Verfügung. Als vierte Komponente ist eine selbst kreierte Knuspergarnitur vorgesehen.
Als Hauptgang wird ein Rindsragout Stroganoff mit Kartoffelstock und Gemüsebeilage verlangt. Die Süssspeise besteht aus einem Cheesecake mit Lemoncurd, Rhabarberglace und einer Erdbeer-Rhabarber Kreation. Als Garnitur ist eine fruchtige und eine knusprige Komponente vorgesehen.
Die Jury unter der Leitung von Stephanie Zosso, Assistentin der Geschäftsleitung des Schweizer Kochverbands, setzt sich aus Mitgliedern der Weko, des Schweizer Kochverbands und der Schweizer Kochnationalmannschaften zusammen.
(Daniela Oegerli)
Cooked, BWZ Toggenburg, Wattwil/SG
Laurin Alpiger, Janis Böni, Sandro Länzlinger, Fabrice Lehmann, Elio Barbi
5er und s’Weggli, Allgemeine Berufsschule, Basel
Katharina Ebert, Louis von Orelli, Patrick Murphy, Jhoel Gualotuña, Jakob Gerlich
Blades & Flames, Bildungszentrum bzi, Interlaken/BE
Loïc Reinhard, Thierry Gsponer, Micha Blum, Sandra Santschi, Florian Ryter
Fondue Fighters, BBZ Berufsbildungszentrum Schaffhausen
Ona Yellow Lif Kern, Nora Wa Tschopp, Claudio Natale, Orlando Hassan, Luis Wettstein
Cucina Pilatus, G’Art, Luzern
Rafael Omlin, Lilly Krummenacher, Mia Wyder, Loïc Ras, Alan May
Die Pastinackten, Allgemeine Berufsschule, Basel
Basil Stückelberger, Julia Bachmann, Lenja Walliser, Vittorio Bucher, Dominik Wenger
Kitchen Battle Bears, Bildungszentrum bzi, Interlaken/BE
Janis Loretan, Nils Thomen Lena Flück, Samira Major, Levin Loretan
SOŠ Hotelová Vysoké Tatry, Slowakei
Jozef Babusa, Filip Pjura, Maria Kasicka, Lukas Hovanec, Tomas Pjura