Der «Teufelhof»-Besitzer aus Basel hat seine Aufgabengebiete anders verteilt.

Raphael Wyniger. (ZVG)
Weil ich erkannt habe, dass ich nicht alles gleichzeitig mit der nötigen Energie und Sorgfalt führen kann. Der «Teufelhof» steht vor wichtigen Veränderungen – insbesondere in der Küchenleitung. Auch konzeptionell gibt es viele Chancen, die wir packen wollen. Gleichzeitig ist die Wyniger Gruppe stark gewachsen und Strukturen müssen geschaffen werden. Diese Konstellation verlangt Klarheit in den Rollen. Die operative Leitung des «Teufelhof» abzugeben ist kein Rückzug, sondern eine bewusste Entscheidung aus Verantwortung gegenüber dem Haus und seiner Zukunft.
Anfang Januar 2026 hat Raymond Hunziker die Direktion des «Teufelhof» übernommen. Er ist ein sehr erfahrener Gastgeber mit Stationen im «Palace Luzern», im Widder Hotel Zürich und zuletzt als Leiter Gastronomie bei Tavolago. Er kennt die Branche, er kennt Basel – und er ist Gastgeber durch und durch mit einer tollen Persönlichkeit, den richtigen Werten und als Sahnehäubchen ist er sogar Basler. Ich freue mich sehr, dass wir ihn für uns gewinnen konnten.
Michael Baader hat den «Teufelhof» geprägt wie kaum eine andere Person. Er steht für Konstanz, Qualität und Haltung über mehr als drei Jahrzehnte. Sein Erbe ist nicht nur kulinarisch, sondern menschlich. Dass mit Christoph Hartmann einer seiner ehemaligen Zöglinge übernimmt, ist kein Zufall, sondern die bestmögliche Lösung. Es ist ein Neubeginn mit Respekt vor der Geschichte – kein Bruch. Und auch eine sehr grosse Chance.
Nach wie vor bin ich Inhaber des Gast- und Kulturhauses Teufelhof und bleibe dem Haus somit eng verbunden, dies jedoch auch ausschliesslich in dieser Rolle. Emotional bleibt mir das Haus immer wichtig, jedoch kann ich gut loslassen und die operative Führung in die Hände der Direktion, welcher ich zu 100 Prozent vertraue, übergeben. Meine Hauptaufgabe wird die Führung und Weiterentwicklung der Wyniger Gruppe sein und damit auch die langfristige Sicherung des «Teufelhof».
Heute umfasst die Wyniger Gruppe zahlreiche Betriebe in Gastronomie, Hotellerie, Catering, Integration und Produktion. Rund 750 Mitarbeitende arbeiten für die Gruppe, täglich erreichen wir in irgendeiner Form tausende Menschen. Das war nie ein Masterplan, sondern eine organische Entwicklung.
Wachstum ist kein Selbstzweck. Wenn neue Betriebe dazukommen, dann nur, wenn sie inhaltlich passen, wirtschaftlich Sinn machen und zur Haltung der Gruppe passen. Entscheidend ist nicht die Anzahl Betriebe, sondern die Qualität dessen, was wir tun – und die Stabilität des Gesamten.
(Ruth Marending)