Mikaël Grou gewinnt die Schweizer Selektion des besten Sommeliers und vertritt die Schweiz am ASI-Wettbewerb des besten Sommeliers der Welt in Lissabon.

Der Chef-Sommelier im Four Seasons Hôtel des Bergues in Genf, Mikaël Grou, vertritt die Schweiz an der Weltmeisterschaft in Lissabon (PT). (Bild ZVG)
Am Freitag, 26. Juni, fand an der Hotelfachschule Les Roches Global Hospitality University in Crans-Montana/VS die Schweizer Selektion für den ASI-Wettbewerb «Best Sommelier of the World 2026» statt. Zwei ausserordentliche Kandidaten hatten sich zur Selektion angemeldet: Tony Lécuroux, Master Sommelier und Inhaber von Paroles de Vins, und Mikaël Grou, Bester Sommelier der Schweiz 2025. Dieser wird im Oktober in Lissabon ausgetragen. Nach Prüfungen auf höchstem Niveau setzte sich Mikaël Grou durch und qualifizierte sich damit als offizieller Vertreter der Schweiz für die Weltmeisterschaft.
Der Zugang zur nationalen Selektion ist ausschliesslich Sommeliers vorbehalten, die bereits ein Finale auf nationaler Ebene bestritten haben und sehr hohen technischen und professionellen Anforderungen genügen. Nur eine sehr geringe Anzahl von Fachleuten erfüllt die notwendigen Voraussetzungen, um die Schweiz bei der ASI-Weltmeisterschaft vertreten zu können.
Zu diesen Anforderungen kommt ein weiteres entscheidendes Element hinzu: die Bereitschaft, sich auf höchstem Niveau zu engagieren. Die Vorbereitung auf eine Sommelier-Weltmeisterschaft erfordert Zeit, Disziplin, Strenge, konstantes Training sowie ein ausserordentliches persönliches und berufliches Engagement. Ein Weg, der mit dem eines Spitzensportlers vergleichbar ist.
Unter der technischen Verantwortung von Paolo Basso, Präsident der Association Suisse des Sommeliers Professionnels ASSP und Bester Sommelier der Welt 2013, wurde die Selektion nach äusserst strengen Kriterien organisiert. Diese orientieren sich an den Standards der Association de la Sommellerie Internationale ASI. Das Programm umfasste eine theoretische Prüfung, Blinddegustationen sowie eine praktische Serviceprüfung. Letztere stellte eine Premiere in der Geschichte der Schweizer Selektionen dar: Erstmals arbeiteten die Kandidaten unter realen Bedingungen im Rahmen eines Gourmetservices im Restaurant Substance der Hotelfachschule Les Roches Global Hospitality University. Zu den Gästen gehörten Vertreterinnen und Vertreter aus der Weinwelt, aus Institutionen und aus den Medien. Dabei handelte es sich nicht um eine inszenierte Prüfungssituation, sondern um einen tatsächlichen Service auf hohem Niveau. Jede Handlung, jede Empfehlung und jede Entscheidung wurden unter Bedingungen beurteilt, die dem beruflichen Alltag entsprachen.
Mikaël Grou, Chef-Sommelier im Four Seasons Hôtel des Bergues in Genf. Er hat 2025 den Titel des Besten Sommeliers der Schweiz errungen. Dank seines Sieges in Crans-Montana wird er nun die Schweiz am ASI-Wettbewerb des besten Sommeliers der Welt vertreten. Dies mit dem Ziel, die Tradition der Exzellenz der Schweizer Sommellerie auf der internationalen Bühne zu bestätigen.
Die Selektion fand in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten der Schweizer Weinbranche, der Fachmedien und der Institutionen statt. Unter den Gästen befanden sich auch mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung von Swisswine. Deren Präsenz unterstreicht die Bedeutung, die der Ausbildung, der Förderung von Schweizer Weinen und der Entwicklung des Sommelier-Berufs in unserem Land beigemessen wird. Ein grosser Dank ging an Ezio De Bernardi und Vincenzo Aiosi für deren ausserordentliches organisatorisches und technisches Engagement, das entscheidend für die Durchführung dieser nationalen Selektion war.
(mm/gab)