Vom 16. bis 19. Mai wurde Wales (UK) zum Treffpunkt der internationalen Kochwelt. Am Weltkongress von Worldchefs kamen Köchinnen und Köche aus aller Welt zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam die Zukunft des Kochberufs weiterzudenken. Auch die Schweiz war mittendrin.
Der Weltkongress von Worldchefs sorgte während vier Tagen für intensive Begegnungen und inspirierende Momente. Unter anderem standen Networking, Fachreferate sowie die Generalversammlung des Weltverbands auf dem Programm. Den Schweizer Kochverband vertraten Präsident Thomas Nussbaumer und Reto Walther, Bereichsleiter Bildungsangebot bei Hotel & Gastro Formation Schweiz. Mit Shaun Leonard und Oliver Fischer waren zudem weitere Köche aus der Schweiz vor Ort vertreten und trugen dazu bei, dass die Schweiz international präsent war.
«Für den Schweizer Kochverband ist die Teilnahme an diesem Kongress von grosser Bedeutung», sagt Thomas Nussbaumer. Einerseits gehe es darum, das internationale Netzwerk zu pflegen und weiter auszubauen – insbesondere im Hinblick auf internationale Kochwettbewerbe und die Zusammenarbeit mit anderen Nationen. «Andererseits bietet der direkte Austausch die Möglichkeit, von anderen Ländern und Kulturen zu lernen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsame Herausforderungen offen zu diskutieren.»
Ebenso wichtig waren für Thomas Nussbaumer und Reto Walther die vielen spannenden Inputs aus Referaten, Diskussionen und Gesprächen. «Themen und Ideen, welche aufgenommen werden, können später an die Mitglieder des Schweizer Kochverbands weitergegeben und in die tägliche Verbandsarbeit eingebracht werden», erklärt Nussbaumer.
Im Zentrum des Kongresses standen Themen wie Nachhaltigkeit, Bildung, internationale Zusammenarbeit und die Zukunft des Kochberufs. «Besonders eindrücklich war die gelebte Nachwuchsförderung», sagt Thomas Nussbaumer. Mit dem «Bill Gallagher Young Chefs Forum» wurde für rund 40 junge Köchinnen un dKöche aus verschiedenen Ländern ein eigenes Programm organisiert. «Die Begeisterung, die Offenheit und der internationale Austausch unter den jungen Talenten waren spürbar und machten deutlich, wie viel Leidenschaft und Potenzial in der nächsten Generation steckt.»
Ein weiterer Schwerpunkt war die mentale Gesundheit in der Gastronomie. Gemäss Thomas Nussbauer sei offen, ehrlich, und sehr menschlich über Belastungen, Verwantwortung und den Umgang mit Herausforderungen im Berufsalltag gesprochen worden: «Der respektvolle und unterstützende Austausch zeigte eindrücklich, wie wichtig Zusammenhalt in unserer Branche ist.»
Begleitend zum Kongress fand zudem der internationale Kochwettbewerb «Global Master Chef» statt. In verschiedenen Kategorien präsentierten Köchinnen und Köche aus aller Welt ihr Können auf höchstem Niveau. Der Wettbewerb beeindruckte gemäss Thomas Nussbaumer mit grosser Vielfalt, Kreativität und handwerklicher Präzision und habe bei Teilnehmenden wie bei Zuschauenden für viele emotionale Momente gesorgt.
Der Präsident des Schweizer Kochverbands zieht ein äusserst positives Fazit des diesjährigen Worldchefs-Kongresses: «Nebst den spannenden Programmpunkten war es vor allem die besondere Atmosphäre, welche den Kongress geprägt hat.» Die weisse Jacke der Köchinnen und Köche verbinde Menschen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg. Die Schweiz geniesse international einen hervorragenden Ruf: «Diesen gilt es zu nutzen, voneinander zu lernen, neue Freundschaften und Partnerschaften zu pflegen und gemeinsam die Zukunft unseres Berufs aktiv weiterzuentwickeln.»
(ahü)