Genfer Weine sind spitze

Die junge Generation setzt den beeindruckenden Qualitätskurs fort, den ihre Eltern eingeschlagen haben.

Spezialpreise gingen an: (v. l.) Sarah Meylan, Lucie Héritier, Baptiste Davadan, Florian Barthassat, Céline Dugerdil und Harald Gavillet. /ZVG)

Die Sélection des Vins de Genève gilt als jährlicher Höhepunkt des Genfer Weinbaus. Für deren 27. Ausgabe verkostete eine versierte Fachjury 586 Weine und vergab 68 Goldmedaillen. Zu gewinnen gab es zudem mehrere Spezialpreise. Der begehrteste und prestigeträchtigste ist der «Sanglier de Bronze». Dieser ging an den Pinot Noir 2022 der Domaine des Trois Étoiles in Peissy/ GE. Dorian Pajic, der den Wein kelterte, arbeitet heute als Kantonsönologe. Seine Nachfolgerin, die erst 30-jährige Önologin Véronique Pittet, führt Pajics Qualitätsphilosophie weiter. Dass ausgerechnet der Pinot Noir 2022 zum besten Genfer Wein des Jahres gekürt wurde, ist mehr als ein persönlicher Erfolg. Er steht sinnbildlich für den Wandel des Genfer Weinbaus. Tradition und Innovation gehen heute Hand in Hand und bringen Weine hervor, die national und international Beachtung finden.

Mit Tradition auf Goldkurs

Ganz besonders freuen konnte sich Lucie Héritier vom Weingut Château de Laconnex. Drei ihrer Weine wurden mit Gold ausgezeichnet. Zudem wurde der Gamaret 2025 von den Studierenden der Hotelfachschule Genf zum Lieblingswein erkoren und erhielt den Preis «Le Marcassin». Und sie gewann mit ihrem Merlot 2023 den Preis der Presse. Dreimal Gold und zwei Spezialpreise gingen auch an die Cave de Genève. So durfte der Önologe Florian Barthassat den Preis für den besten Chasselas («Belles Filles» 2025) sowie die «Trophée Tradition» entgegennehmen. Dieser ehrt den höchsten Notendurchschnitt für je einen Wein aus Chasselas und Gamay. Die Broschüre mit allen Gewinnern gibt es auf geneveterroir.ch.

(gab)