Zwischen Edelbränden, Früchtebrot und Vierwaldstättersee: Eine kleine Gruppe der Region Oberwallis-Zentralschweiz erhielt im Haldihof in Weggis Einblick in einen Betrieb, der Landwirtschaft, Handwerk und Gastfreundschaft verbindet.
Begrüsst wurden die Teilnehmenden von Natalie in der etwas kühleren Produktionshalle. Sie arbeitet seit zehn Jahren auf dem Haldihof und kommt ursprünglich aus Zermatt. Auf dem Hof sind drei Personen zu 100 Prozent tätig, dazu ein Agropraktiker sowie zurzeit drei Personen der Organisation Hofperspektive. Dabei handelt es sich um Menschen mit Unterstützungsbedarf. Zum Hof gehören ausserdem Alpakas, Pfauen, Hühner und Katzen.
Zum Einstieg gab es ein Glas Apfel- oder Birnenschaumwein. Dazu wurden getrocknete Erdbeeren und Zwetschgen sowie selbstgemachtes Früchtebrot serviert – alles im Haldihof hergestellt. Anschliessend erzählte Natalie die Geschichte des Betriebs. Pro Jahr werden rund 1000 Flaschen verschiedener Edelbrände produziert, alles aus eigenem Anbau. Auf dem Hof wird verwendet, was dort wächst. So findet sich dort auch noch die Theilersbirne, eine alte Birnensorte, die heute nur noch selten anzutreffen ist.
Nach der Einführung erhielten die Teilnehmenden Einblick in die kleine Produktion. Im oberen Teil des Gebäudes werden Backwaren, Seifen, Duftöle und Bienenwachskerzen hergestellt.
Anschliessend ging es in den rustikalen, individuell eingerichteten Eventraum, wo verschiedene selbstgebrannte Wasser zur Degustation bereitstanden. Von Apéro-Gin über Rum bis zur Alten Zwetschge konnten die Teilnehmenden verschiedene Produkte probieren. Wer wollte, degustierte zudem die Dolcido-Essige aus Himbeere und Birne. Danach blieb Zeit für einen Besuch im Hofladen.
Zum Abschluss wartete im Hofcafé eine Käseplatte mit Käse von der Rigi, eingelegtem Gemüse und getrockneten Früchten vom Hof – begleitet von einem Ausblick auf den Vierwaldstättersee.
(red/ade)