Bock auf Schaffhauser Wein?

Das Schaffhauser Blauburgunderland bringt seinen Wein in die Deutschschweizer Städte, mit dem Schaffhauser Bock als Botschafter und einer guten Portion Selbstironie.

  • «Bock auf Wein?»: Schaffhauser Wein wirbt erstmals gross in der Deutschschweiz.
  • Plakatwände mit den jeweiligen Wappentieren in Zürich ...
  • ... Bern ...
  • ... und Chur.
  • Auf Weinprosa verzichtet die Kampagne bewusst.
  • Dennoch, die Kirche von Hallau ist ein unübersehbares Wahrzeichen des «Schaffhauser Blauburgunderlands».

Seit Mitte August hängt er an den Plakatwänden von Basel, Bern, Chur, Luzern und Zürich: der Schaffhauser Bock. Mit der Frage «Bock auf Wein?» wirbt das Schaffhauser Blauburgunderland erstmals ausserhalb des eigenen Kantons für seine Weine. Die Botschaft: Die kleine Weinregion am Rheinfall produziert Weine, die keinen Vergleich scheuen müssen.

«Schaffhausen ist eine kleine Weinregion mit grossen Blauburgundern. Das wissen wir schon lange. Jetzt erzählen wir es der Deutschschweiz», sagt Beat Hedinger, Geschäftsführer des Schaffhauser Blauburgunderlands.

Auf Weinprosa verzichtet die Kampagne bewusst. Sie setzt auf ein Augenzwinkern. «Wir wissen, dass niemand auf ein Plakat aus Schaffhausen gewartet hat. Genau deshalb hängt es jetzt da. Wer unsere Weine einmal im Glas hatte, versteht den Rest von selbst», sagt Hedinger.

Kleine Region, bockstarke Zahlen

«Hinter der Kampagne mit einem Augenzwinkern steckt die Arbeit von 40 Schaffhauser Weinbetrieben. Wer die Plakate sieht, soll schmunzeln. Wer den Wein danach probiert, soll einen Genussmoment erleben», sagt Markus Simmler, Präsident des Schaffhauser Blauburgunderlands.

Diese 40 Betriebe bewirtschaften und keltern in 20 Weinbaugemeinden 465 Hektaren Reben – rund 18 Prozent der Deutschschweizer Rebfläche. An zwei von drei Rebstöcken wächst Blauburgunder (Pinot Noir), dem die Region den Beinamen «Blauburgunderland» verdankt.

«Unsere Winzerinnen und Winzer machen seit Generationen hervorragenden Wein – und sie werden immer besser. Was uns fehlte, war nie die Qualität, sondern die Frechheit, damit aufzufallen. Das wollen wir jetzt ändern», sagt Markus Simmler.

Vom Rheinfall in die Gläser der Deutschschweiz

Getrunken wird der Schaffhauser Blauburgunder bisher vor allem dort, wo er wächst. «In den Städten bestellen gerade alle wie selbstverständlich Pinot – viele wissen gar nicht, dass Pinot Noir und Blauburgunder genau dasselbe ist. Bei uns wächst er an zwei von drei Rebstöcken», sagt Beat Hedinger.

«Der Bock ist unser Wappentier und ein bisschen bockig sind wir auch: Wir finden, Schaffhauser Wein gehört in die Gläser zwischen Basel und Chur, nicht nur in unsere eigenen», sagt Markus Simmler.

(mm/gab)


Über das Schaffhauser Blauburgunderland

Der Branchenverband Schaffhauser Reben und Wein tritt als «Schaffhauser Blauburgunderland» auf und vereint die Rebbaugenossenschaften und Weinkellereien des Kantons. 40 Betriebe bewirtschaften und keltern 465 Hektaren Reben in 20 Weinbaugemeinden, fast 70 Prozent davon Blauburgunder.


Mehr Informationen unter:

bock-auf-wein.ch

blauburgunderland.ch