Die Schweiz als Gastgeberin der Welt

Die Gastkolumne – diese Woche von: Hans Stöckli, Ständerat und Vizepräsident des Vereins für eine Schweizer Olympia-Kandidatur.

Hier der Politiker Hans Stöckli vor dem Bundeshaus in Bern. (ZVG)

Wir haben es vor ein paar Wochen wieder erleben können, das stolze Gefühl, eine erfolgreiche Sportnation zu sein. Unsere Athletinnen und Athleten haben in Pyeongchang den Olympia-Medaillenrekord von Calgary im Jahr 1988 eingestellt. Auch bei den Paralympics hat uns Théo Gmür mit drei Goldmedaillen bestens vertreten. Seit den letzten Olympischen Winterspielen in der Schweiz, in St. Moritz 1948, haben wir uns 35-mal zu den Olympischen Sommer- und Winterspielen in aller Herren Länder dieser Welt einladen lassen. Jetzt könnte die Schweiz als Gastgeberin der Welt auftreten – mit der Kandidatur «Sion 2026». Noch steht diesem ehrgeizigen Projekt ein langer und hindernisreicher innerstaatlicher Weg über die Stimmberechtigten von Kandersteg und vom Wallis, dann die Beratung im Bundesparlament und hernach noch eine Volksabstimmung in Bern bevor. Erst dann beginnt die internationale Kampagne. Allseits wird anerkannt, dass wir ein sehr gutes Dossier erarbeitet haben. Die meisten benötigten Sport-, Verkehrs- und Übernachtungsinfrastrukturen sind vorhanden und wir werden die ersten Winterspiele der neuen Generation durchführen: herzlich und bescheiden, die Kosten im Griff und nachhaltig. Die Schweiz kann sich der Welt als ein offenes und demokratisches Land präsentieren, mit einer wunderbaren Landschaft und einer intakten politischen und wirtschaftlichen Struktur. Als ein Land eben, wo man gerne seine Ferien verbringt. Ich bin überzeugt, dass jede Generation in unserem Land das Recht haben muss, ein Projekt mit dieser vereinigenden Kraft zu erleben. Nach der erfolgreichen Landesausstellung  Expo.02 bietet sich jetzt «Sion2026» an.