Mehr als Filet und Steak

Die Gastkolummne – diese Woche von: Prisca Birrer-Heimo
Nationalrätin LU, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS

Die Schweizer Politikerin Prisca Birrer-Heimo ist Präsidentin der Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz. (ZVG)

Lange haben wir möglichst exotisch und ausgefallen gekocht und gegessen, jetzt weist der Trend zurück zur traditionellen Küche. Alte Gemüsesorten kommen wieder auf den Tisch und, ja, auch Fleischstücke, die wir von unseren Tellern verbannt haben. Statt immer nur Filet, Steak und Entrecôte aufzutischen, überraschen immer mehr Gastrobetriebe mit speziellen Rezepten. Statt Pouletbrüstli finden sich traditionelle Fleischstücke wie Kalbsbrust oder Siedfleisch wieder auf Speisekarten, oft neu verarbeitet zum Beispiel zu einem Carpaccio. Neugierige Köchinnen und Köche lassen sich auch auf Gerichte mit Zunge, Kutteln oder Ochsenschwanz ein. Und das ist hoffentlich nicht nur eine kurzlebige Modeerscheinung.

Denn mittlerweile ist bekannt: Die Produktion – und damit unser Konsum – von Fleisch belastet die Umwelt übermässig. Rund ein Drittel der durch den Menschen verursachte Umweltbelastung geht auf das Konto der Nahrungsmittelproduktion. Davon wiederum die Hälfte zulasten der Produktion von Fleisch und tierischen Produkten wie Milch und Eiern.

Der Umwelt zuliebe sollten wir also massvoll und tiergerecht produziertes Fleisch essen und wieder mehr als knapp die Hälfte des Tieres verwerten. Die Gastronomie kann mit gutem, inspirierendem Beispiel und neuen Rezepten vorangehen. Damit die Idee nicht nur auswärts, sondern auch zu Hause Eingang findet, leistet auch der Konsumentenschutz hierzu seinen Beitrag: Mit dem Ratgeber «Mehr als Filet und Steak» zeigen wir, von der Stiftung für Konsumentenschutz, wie man genuss- und phantasievoll die weniger edlen Fleischstücke zubereiten kann. En Guete!