Die Gastkolumne – diese Woche von: Barbara Gisi, Direktorin Schweizer Tourismus-Verband.
Die (Basler) Fasnacht liegt schon wieder ein Weilchen zurück und frohe Farben zeigen sich nicht mehr in Form bunter und fantasievoller Kostüme, sondern in Gärten und auf Wiesen. Dennoch scheint mir, kann es nicht schaden, etwas vom fasnächtlichen Spirit durchs Jahr hindurch mitzunehmen. Mit einem Augenzwinkern bringt dieser in Reimen und Versen auf den Punkt, was man vielleicht nicht so gerne hört. Immerhin: Thema an der Fasnacht zu werden, zeigt immer auch eine gewisse Wichtigkeit für die Gesellschaft auf. Dem «Tortourismus» hat sich dieses Jahr die Basler Clique «Die Abverheyte» gewidmet. Laterne und «Zeedel» – quasi die in Reimen verfasste Erklärung zum Sujet – haben zum Schmunzeln angeregt, so zum Beispiel der Zweizeiler auf der Laterne «Hoch oobe suechsch dr Schnee im Mai – im Winter fliegsch denn uf Hawaii» oder auf dem Zeedel «Hütt fliegt me scho für wenig Gäld, in acht, nün Stunde halb um d’Wält. Nimmsch ainewääg emol dr Zug, zahlsch meischtens meh als für e Flug.» Gleichzeitig wurde den Touristikern aber auch der Spiegel vorgehalten, der eine Facette der Aussensicht aufzeigt. Nicht mit reisserischen Titeln, wie es die (Boulevard-)Presse nicht selten tut, sondern etwas leiser, ironischer; ein freundlicher Aufruf, aktiv zu bleiben und in weitere Pläne auch die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung miteinzubeziehen.