Vom Acker auf die Gabel

Die Gastkolumne – diese Woche von: Laura Meister, Junior-Brotchefin 2017.

Um Lebensmittel in ihrer vollen Wertschöpfung betrachten zu können, bedarf es ein oder mehrerer Blicke über den Tellerrand hinaus. (ZVG)

Nur zu oft beschäftigen wir uns in unseren Berufen mit nur einem kleinen Ausschnitt der Lebensmittelerzeugung. Jeder Koch, Müller oder Metzger hat seine Aufgaben, die zum Endprodukt massgeblich beitragen. Doch um Lebensmittel in ihrer vollen Wertschöpfung betrachten zu können, bedarf es eines oder mehrerer Blicke über den Tellerrand hinaus. Dies wird häufig als «Farm to Fork» bezeichnet, zu Deutsch «Vom Acker auf die Gabel». Ein neumodischer Begriff, der im Sprachgebrauch immer häufiger auftritt, eine aber doch so simple Intuition besitzt: Das sind alle Bereiche, die sich mit der Herstellung, Be- und Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe, mit der Weiterverarbeitung bis in den Verkauf beziehungsweise Handel beschäftigen 
und am Ende auf den Tellern in Restaurants, in Grossküchen oder Privathaushalten landen.

Die Wechselwirkungen mit der natürlichen Umwelt und der Mitwelt sind von grosser Bedeutung, um auf allen Ebenen sozial, ökonomisch und ökologisch den Lebensmitteln einen Mehrwert zu schaffen. Dies ist von grosser Wichtigkeit, um auch in Zukunft mit den bestehenden natürlichen Kreisläufen die Menschen ernähren zu können, zugleich jedoch die Umwelt zu schonen und somit für alle einen Mehrwert zu erlangen. Dazu kann jeder einzelne etwas beisteuern, indem er in seinem Alltag mit den Augen ein wenig weiter über den Tellerrand schaut, sich Gedanken macht und seinen Lebensmitteln dann die nötige Aufmerksamkeit schenkt, die sie verdient haben.