Die Gastkolumne – diese Woche von: Barbara Gisi, Direktorin Schweizer Tourismus-Verband
Vor Kurzem fand in Bern das erste internationale Reportagen-Festival statt. Ein grossartiger Anlass mit zahlreichen renommierten Reportern und Moderatoren aus der ganzen Welt. Dabei wurde mehrfach das Thema der Meinungsäusserungs- und Informationsfreiheit angesprochen, ein Grundrecht, das in vielen Ländern alles andere als selbstverständlich und in gewissen gar inexistent ist. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir es in der Schweiz haben. Es zu «haben» ist gut und wichtig, es zu «nutzen» aber genauso. Es klug und zugunsten einer Sache, eines Ziels zu nutzen, ist dabei eine spezielle Facette. Die Meinungsäusserungs- und Informationsfreiheit ist auch die Basis der Interessenvertretung, somit Basis der Interessenvertretung in der Tourismuspolitik.
Der Schweizer Tourismus-Verband STV hat an seiner GV Ende August in Solothurn die Grundlagen gelegt, um mit breiter touristischer Abstützung die Interessen des Tourismus zu vertreten und ihnen auf diese Weise stärker Gehör zu verschaffen. Aktuelle und zukünftige Themen werden beim STV diskutiert und die Stossrichtungen festgelegt, darauf von einzelnen Playern bearbeitet und danach wieder in den STV getragen, um den definitiven Inhalt sowie das Vorgehen festzulegen. Dieses Netzwerk kombiniert zentrales Agieren mit dezentraler Arbeit und ermöglicht das dringend notwendige «One Wording». So bekommt der Tourismus das Gewicht, das ihm zusteht. Lassen wir uns vernehmen!