Evolène: Ein historisches Dorf wird zum Hotel

Ein Walliser Bergdorf wird zu einem Albergo Diffuso umgestaltet. Gäste und die einheimische Bevölkerung sollen sich so näherkommen.

Das Chalet Chez Berthe wurde im Jahr 1757 erbaut und kürzlich renoviert. (ZVG)

Historische Raccards, die früher für die Lagerung und Verarbeitung von Heu, Gras oder Getreide genutzt wurden, sowie Dorfhäuser werden in Evolène/VS nach und nach restauriert. Stück für Stück entsteht so das Projekt Le Rucher d’Evolène. Diese Bauten, von denen viele mehrere Jahrhunderte alt sind, dienen in Zukunft als Feriendomizile. Dazu gehören unter anderem Le For dè Blatt (Baujahr 1443), Chez Catherine & Joseph (1595), Chez Madeleine (1634) und Chez Berthe (1757). Diese Häuser wurden restauriert, wobei die historischen Elemente erhalten blieben. Dazu gehören sichtbare Holzbalken, Steinstrukturen, alte Türen, Inschriften und Alltagsobjekte. Für die Restaurierung und Weiterentwicklung arbeitete ein Team aus internationalen und regionalen Experten unter der Leitung von CEO Steven Jacob zusammen. Le Rucher d’Evolène versteht sich als Alternative zum Massentourismus und setzt auf eine Form der Gastfreundschaft, die sich in die bestehenden Dorfstrukturen einfügt und diese langfristig stärkt.

Am 21. August eröffnet im Dorfzentrum das Boutiquehotel Le Central. Der Betrieb beherbergt sieben Zimmer, einen Garten, eine Honesty Bar, einen Skiraum und das Olèïnna Spa. In den nächsten Jahren soll das Projekt schrittweise weiterwachsen, dabei werden weitere Häuser im Dorf restauriert. Nächstes Jahr eröffnet die Brasserie La Pension. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen ein Kultur- und Begegnungsraum in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1443 sowie La Maison Jaune, ein kleines Sportgeschäft mit zwei Gästezimmern, dazu. Für 2028 ist zudem die Eröffnung des Berghotels L’Hermitage mit 25 Zimmern geplant. Diese Orte sind nicht nur für Gäste gedacht, sie sollen in das Dorf integriert werden, es beleben und die leer stehenden Gebäude touristisch nutzen. Einheimische und Gäste können so optimal voneinander profitieren.

(doe)


Mehr Informationen unter:

rucher.com