«The Swiss Roadtrip Card» ist eine hybride Karte, die stark frequentierte Orte entlastet und Regionen abseits der ausgetretenen Pfade in den Fokus stellt.
Viele Touristen besuchen die Regionen, die bekannt sind. Dadurch entstehen an einigen Orten Überkapazitäten. Morgane Pfefferlé, Mitgründerin der Firma Travelise, hat in Zusammenarbeit mit Graubünden Ferien, dem Freiburger Tourismusverband sowie Schweiz Tourismus die Swiss Roadtrip Card entwickelt. Das Produkt, das den Anspruch hat, als «Swiss Tourist Flow Manager» zu fungieren, führt Reisende zu Geheimtipps ausserhalb der klassischen Touristenrouten und verteilt die Besucherströme so im Einklang mit regionalen Strategien.

Die neue Roadtrip-Karte soll Gäste an wenig frequentierte Orte bringen. (ZVG)
Dank dieser Karte können Reisende mit dem eigenen Auto einen Tagesausflug unternehmen, bei dem sie das Ziel und die Zwischenstationen nicht kennen. Sie bestimmen lediglich den Startpunkt. «Indem das Reiseziel zur Überraschung wird, entlastet die Roadtrip Card touristische Hotspots und fördert gleichzeitig Regionen abseits der ausgetretenen Pfade», sagt Morgane Pfefferlé. Das Konzept soll als starker Hebel fungieren, um Frequenz in lokale Betriebe wie Restaurants, Cafés, Hotels oder Freizeitangebote zu bringen. Es ist speziell darauf ausgelegt, Kunden gezielt in Nebenzeiten zu generieren. Die touristischen Anbieter können online bestimmen, ob sie Kapazitäten für weitere Gäste haben oder nicht. «Die Karte ist so konzipiert, dass jeweils im Umkreis von etwa zehn Minuten eine Alternative zu finden ist», erklärt Pfefferlé.
Die Swiss Roadtrip Card ging nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in der ganzen Schweiz an den Start. Für die Entwicklung haben laut Pfefferlé interregionale und institutionelle Akteure zusammengearbeitet. Das Innotour-Programm des Seco unterstützt das Roadtrip-Projekt.
(doe)