Ein Tempel für kristalline Weine

30 Jahre nach der Lancierung des Fully Grand Cru zeigen 19 Winzerinnen und Winzer aus Fully/VS ihre Weine im «Maison de la Petite Arvine».

Der Pavillon in Fully ist den Weinen aus Petite Arvine und regionalen Produkten gewidmet und bietet önotouristische Erlebnisse.  (Maison de la petit Arvine)

Wer Petite Arvine aus Fully verstehen will, muss sich mit Trockensteinmauern und Rebterrassen befassen. Zahlreiche davon befinden sich in einer der spektakulärsten Reblagen des Wallis: in dem Amphitheater der Combe d’Enfer. Rebzeilen auf steilen Terrassen steigen von 500 auf 740 Meter Höhe, was viel Aufwand und die Pflege der Reben von Hand erfordert. «Die Region Fully ist einzigartig. Denn nur hier gedeihen Petite-Arvine-Trauben auf Granitböden», sagt Gérard Dorsaz, Präsident der Vereinigung Fully Grand Cru. «Dieses wertvolle Erbe halten wir hoch.»

Nach einer ersten Nennung der Petite Arvine im Jahr 1602 entstanden zahlreiche Legenden über ihre Herkunft. Gemäss Gen-Analysen ist Petite Arvine ein Kind unbekannter Eltern. Entfernte Verwandte sind Rèze und Grosse Arvine – beide ebenfalls im Wallis heimisch.

Regionale Grösse mit internationalem Format

Petite Arvine ist eine der wichtigen Rebsorten im Wallis. Der gleichnamige Weisswein geniesst weit herum grosses Ansehen. «Petite Arvine, allen voran jener aus Fully, verfügt über ein Potenzial, das ihn zur internationalen Weinikone machen könnte», sagt der Franzose Olivier Poussier, der beste Sommelier der Welt des Jahres 2000. Doch was zeichnet Petite Arvine aus Fully aus? Da ist die Frucht, die von filigranem Pfirsich bis kräftigem Rhabarber reicht. Dazu kommen eine kristalline Säure und leicht salzige Noten im Nachhall. Die Weine haben ein beachtliches Reifepotenzial. Wer Weine der 19 Produzentinnen und Produzenten aus Fully vergleichen möchte, ist im «Maison de la Petite Arvine» bestens aufgehoben.

(Alexandre Caldara/gab)


Mehr Informationen unter:

maisonpetitesarvines.ch