Alpahirt, seit kurzem in Chur/GR domiziliert, zeigt zum Auftakt der Grillsaison, wie moder-ne Schweizer Würste schmecken.

Vom Alpenkeller (Bild) in die Churer Altstadt: Am 5. Dezember dieses Jahres eröffnet Adrian Hirt im «Haus zur Metzg» einen Shop mit Bistro. (Simon Kneuenbühl)
Ich muss kurz ausholen. Seit Jahren arbeiten wir mit Bauern in der Surselva zwischen Flims/GR und Disentis/GR zusammen, kaufen und verarbeiten deren Kühe. Die werden im Durchschnitt zehn Jahre alt und haben acht Sommer auf der Alp verbracht. Natürlich wollen wir die ganzen Tiere verarbeiten. So suchten wir nach ergänzenden Produkten. Neben Hackfleisch haben wir zwei neue moderne Würste kreiert.
Wir wollten nie einfach noch eine Bratwurst machen. Uns hat eine andere Frage beschäftigt: Warum gibt es so wenige Würste, die wirklich auskommen mit dem, was es braucht – und dafür geschmacklich umso mehr können? Felsenkraft und Alpenblüte sind unsere Antwort darauf.
Unsere zwei Würste bestehen zu hundert Prozent aus Fleisch von Bündner Bergrindern. Wir verwenden kein Schweinefett. Wie bei den Trockenfleischprodukten verzichten wir auf Nitritpökelsalz und Phosphate, die zur Wasserbindung verwendet werden.
Felsenkraft schmeckt würzig, fleischig, leicht rauchig und hat eine feine Chili-Wärme. Alpenblüte zeigt die leisere, elegantere Seite. Sie ist sanft, aromatisch und leicht fruchtig, ohne süss zu werden. Beide enthalten neben Rindfleisch natürliche Zutaten wie Birnel, Röstzwiebeln und das von Alpahirt entwickelte Alpen-Uma- mi – einen fermentierten Extrakt aus Rinderherz, der den Würsten Tiefe gibt, ohne künstliche Geschmacksverstärker zu brauchen.
Felsenkraft gibt es in Einheiten von zweimal 90 Gramm, Alpenblüte ist mit zweimal 75 Gramm etwas leichter. Sie sind bei uns im Online-Shop und bei ausgewählten Partnern erhältlich. Wir versenden die Würste tiefgekühlt. Dies nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Konsequenz. Wer ohne Konservierungsmittel arbeitet, darf bei der Logistik keine Risiken eingehen.
Beide Würste eignen sich zum Grillieren und Braten. Sie können aber auch wie Cervelat, beispielsweise als Wurstsalat, kalt genossen oder im Wasser erhitzt werden. Aufgrund der kleineren Portionengrössen eignen sie sich besonders gut für Kinderteller. Und damit lassen sich auch Hotdogs zubereiten.
(Gabriel Tinguely)