Der neue Beruf fordert heraus

Die ersten EFZ-Lernenden im neuen Beruf Hotellerie-Hauswirtschaft gehen ins dritte Ausbildungsjahr. Eine Berufsbildnerin und eine Lernende berichten von ihren Erfahrungen.

Fabiola Lozano Perez und Irem Ilkisiz mögen die Vielseitigkeit in ihrem Beruf. (ZVG)

Fabiola Lozano Perez, Sie sind die Berufsbildnerin von Irem Ilkisiz bei HOCH Health Ostschweiz am Kantonsspital St. Gallen. Was ist Ihnen bei der Ausbildung wichtig?

Ich möchte, dass die Lernenden Verantwortung übernehmen und lernen, selbständig zu arbeiten. Sie sollen keine Angst haben, Fragen zu stellen. Ein respektvoller Umgang, Zuverlässigkeit und Motivation sind für mich genauso wichtig wie das fachliche Wissen.

Was hat sich mit dem neuen Beruf in der Ausbildung der Lernenden verändert?

Die Ausbildung ist praxisorientierter. Die Anforderungen an die digitalen Kompetenzen sind gestiegen. Auch die Begleitung der Lernenden ist individueller, da jeder unterschiedliche Stärken und Lerntempi mitbringt.

Was schätzen Sie am neuen Beruf am meisten?

Dass der Beruf modern, sehr vielseitig und zukunftsorientiert ist. Die Lernenden arbeiten mit aktuellen Technologien und erhalten Fähigkeiten, die sie später im Berufsalltag gut einsetzen können.

Gibt es auch Dinge, die Sie anders machen würden?

Ich hätte gerne mehr Zeit für die praktische Ausbildung. Durch den Arbeitsalltag bleibt manchmal zu wenig Zeit, um einzelne Themen zu vertiefen. Ausserdem wäre ein noch engerer Austausch zwischen dem Betrieb, der Berufsfachschule und den ÜK sinnvoll. Obwohl dies mit Wigl einfacher ist, wünschte ich mir noch mehr Austausch.

Für wie viele Lernende sind Sie verantwortlich?

Bisher war ich für fünf Lernende verantwortlich. Ab diesem Sommer werden wir insgesamt acht Lernende ausbilden. Deshalb wird eine zweite Berufsbildnerin unser Team verstärken. Künftig werden wir die Betreuung aufteilen und jeweils vier Lernende durch die Lehrzeit begleiten. Dabei stelle ich sicher, dass die Lernenden die verschiedenen Bereiche im Betrieb kennenlernen. Ausserdem achte ich darauf, dass sie ihren Ausbildungsplan kennen und die-sen einhalten. Und ich habe immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Dazu gehören Herausforderungen sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Bereich. Mir ist es wichtig, dass sie motiviert bleiben und ihre Stärken einsetzen können. Mein Anspruch an mich selbst ist, dass sie die bestmögliche Ausbildung erhalten.sen einhalten. Und ich habe immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Dazu gehören Herausforderungen sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Bereich. Mir ist es wichtig, dass sie motiviert bleiben und ihre Stärken einsetzen können. Mein Anspruch an mich selbst ist, dass sie die bestmögliche Ausbildung erhalten.

Irem Ilkisiz, Sie sind Lernende im dritten Ausbildungsjahr. Wie haben Sie Ihre Lehre zur Fachfrau Hotellerie-Hauswirtschaft bis jetzt erlebt?

In diesen ersten zwei Jahren konnte ich viel lernen. Ich hatte zum Beispiel Einblick in verschiedene Häuser am Kantonsspital St. Gallen. In jedem Haus gibt es andere Aufgaben, und das finde ich spannend. Ausserdem war ich in der Wäscherei im Altersheim Rotmonten in St. Gallen. Und im Sorell Hotel City Weissenstein konnte ich die Arbeiten in einem Stadthotel kennenlernen.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Ausbildung?

Ganz klar die Abwechslung. Dieser Beruf ist vielseitig, und ich erhalte Einblicke in viele verschiedene Bereiche. Dadurch kann ich besser einschätzen, welche Tätigkeit mir am ehesten entspricht. Spezialreinigungen oder die Arbeit im Patientenbereich finde ich sehr spannend.

Wurden Ihre Erwartungen an Ihre Berufswahl erfüllt?

Auf jeden Fall. Mein Beruf ist sehr attraktiv. Er geht weit über die Reinigung hinaus. Vor allem hier am Kantonsspital sind die Bereiche so unterschiedlich, das macht die Ausbildung sehr interessant.

Was ist im letzten Ausbildungsjahr noch geplant?

Ich werde ein paar Wochen in der Spitalküche und im Restaurant arbeiten. Ausserdem darf ich bei der Reinigung von Operationssälen mitwirken. Zudem erhalte ich mehr Sicherheit bei den administrativen Arbeiten.

(Daniela Oegerli)


Zu den Personen

Fabiola Lozano Perez

Die Fachfrau Hauswirtschaft EFZ (28) ist seit 2024 am Kantonsspital St. Gallen als Berufsbildnerin tätig.

Irem Ilkisiz

Die Lernende Fachfrau Hotellerie-Hauswirtschaft (19) möchte nach ihrer Ausbildung noch eine Weile am Kantonsspital St. Gallen arbeiten.


Mehr Informationen unter:

h-och.ch
hotellerie-gastronomie.ch