Gault Millau kürt das «Appenzeller Huus» zum «Hotel des Jahres 2027»

Im «Hotel des Jahres 2027» in Gonten/AI erfüllen Küche und Keller höchste Ansprüche. Der «Holistic Spa» mit modernstem Biohacking ist auch im internationalen Vergleich Spitzenklasse.

Das «Appenzeller Huus» vervollständigt die Trilogie von Jan Schoch. (Bild Julien L. Balmer)

Finanzunternehmer Jan Schoch, in der Region aufgewachsen und dort stark verwurzelt, hat dem über 400-jährigen «Bären» in Gonten neues Leben eingehaucht. Das Haus hat es ihm angetan. Hier hatten seine Eltern geheiratet. Doch das «Huus Bären» war zu klein für eine erfolgreiche Hotelgeschichte, also kam schon bald das «Huus Löwen» dazu. Im letzten Jahr eröffnete Jan Schoch das Lifestyle-Boutique-Hotel «Huus Quell». Gebaut wurde es in massivem Strickbau mit lokalem Mondholz. Entstanden ist ein grosses Resort mit internationaler Ausstrahlung im kleinsten Kanton der Schweiz.

16 Punkte für die «Bärenstobe»

Wer beim Gault Millau «Hotel des Jahres» werden will, muss in seinen Restaurants mindestens 15 Punkte erreichen. Das schafft Michael Gollenz sehr gut und startet im Guide 2027 mit 16 Punkten. Jan Schoch hat den 1,96-Meter-Mann auf der kroatischen Insel Lošinji entdeckt und ins Appenzellerland geholt. Der Österreicher hatte erstklassige Lehrmeister: die beiden 18-Punktechefs Christian Kuchler in Wigoltingen/TG und Stefan Heilemann in Zürich. Seine ersten Menüs begeistern, auch weil immer wieder regionale Produkte eingesetzt werden: Tatar und Carpaccio vom Appenzeller Weiderind mit mexikanischem Touch. Alpstein-Riebelmais-Perlhuhn mit Zucchini-Variation, Sonnenblumencrème und Vin-Jaune-Sauce. Schaum und Glace vom rezenten Appenzeller Käse.

Appenzeller Siedwurst zum Zmorge

«Das Frühstück ist in einem Hotel die wichtigste Mahlzeit am Tag», sagt Michael Gollenz und krempelte mit seinen 18 Köchen bei Amtsantritt als Erstes das Frühstücksbuffet um. Dorfmetzger Markus Wetter war dabei sein Verbündeter, Appenzeller Produkte spielen jetzt die Hauptrolle. Freches Highlight auf der Frühstückskarte: Siedwurst und Chäs-Hörnli. Siedwürste, ein IGP-Produkt, sind Kult im Kanton. Gollenz serviert eine Mini-Variante davon mit Hörnli und Zwiebeln. Geheimtipp am Buffet: Die «Pho» von Chef Hung aus Vietnam, angesetzt mit Appenzeller Rind oder Alpstein-Güggel.

Sieben Weinkeller und ein «Botanicum»

Jan Schoch hat mit Hans Rhyner einen ausgewiesenen Wein-Profi engagiert. Rhyner öffnet mittels Gesichtserkennung sieben Keller mit einer Fläche von 350 Quadratmetern, wacht über 2100 Positionen. Einer der Keller ist Schweizer Erzeugnissen gewidmet mit 135 Produzenten aus dem ganzen Land.

Spektakulär ist auch die Hotelbar, die «Botanicum» heisst. Chef Elmir Medunjanin mixt hier die wildesten Drinks. Einige Ingredienzen wachsen in den 144 Töpfen an der grünen Wand.

Lifestyle, Wellness, Longevity, Biohacking

Longevity ist in allen Spas der Welt gerade das Wort der Stunde. Das «Appenzeller Huus» bietet alles, was man von einem «Holistic Spa» der Extraklasse erwartet. Das Highlight ist der Bereich L3 Long Lasting Lifestyle. Der L3-Circle verbindet modernste Longevity-Anwendungen auf aussergewöhnliche Weise. Das Multi-Cryo-Hacking-System ist eine Kammer, die mit Tiefenwärme, Licht und hochionisiertem Sauerstoff arbeitet, zwecks Entspannung, Regeneration und Stressabbau. Besonders mutige Gäste wagen sich in die Kältekammer, erst bei minus 60 °C, dann bei minus 110 °C.

Das Resort wird von Jan Schoch selbst geführt, unterstützt von Hotel Manager Alexa Stoschek und 133 Mitarbeitenden.  

(mm/rma)


www.gaultmillau.ch